Persönlicher Cashflow: So siehst du, wohin dein Geld geht
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Ein Budget sagt, was du mit deinem Geld vorhast. Der Cashflow sagt, was tatsächlich passiert ist. Er ist die Aufstellung von allem, was in einem Zeitraum hereinkam und hinausging, meist in einem Monat. Ohne ihn ist jedes Budget nur geraten, denn du weißt nicht, wie viel du wirklich wofür ausgibst.
1. Erfasse, was hereinkommt
Zähl nur, was wirklich auf deinem Konto landet: das Nettogehalt nach Steuern und Abgaben, nicht das Brutto. Rechne die übrigen Einnahmen des Monats dazu, etwa Nebenjobs, Zinsen auf Erspartes, die Miete für ein Zimmer oder Sozialleistungen.
Wenn dein Einkommen von Monat zu Monat schwankt, zum Beispiel durch Provisionen oder Selbstständigkeit, nimm den niedrigsten Wert der letzten Monate als Grundlage. Eine positive Überraschung ist besser als eine negative.
2. Trenne die Fixkosten ab
Das sind Zahlungen, die sich mit gleichem Betrag wiederholen: Miete oder Hausrate, Kredite, Versicherungen, Internet und Handy, Monatskarte, Fitnessstudio. Nimm auch jährliche Kosten geteilt durch 12 dazu. Eine Kfz-Versicherung von 360 € im Jahr bedeutet 30 € im Monat, die du zurücklegen solltest.
3. Erfasse die variablen Ausgaben
Lebensmittel, Essen gehen, Sprit, Strom, Kleidung, Freizeit, Geschenke, Gesundheit. Hier verschwindet das Geld meist unbemerkt, und hier hast du auch den größten Spielraum. Notiere jede Ausgabe sofort, denn am Monatsende erinnert sich niemand an alles.
4. Berechne Überschuss oder Defizit
Zieh alle Ausgaben von den Einnahmen ab. Ist das Ergebnis positiv, hast du einen Überschuss. Ist es negativ, hast du ein Defizit, das mit Erspartem oder Krediten bezahlt wurde, auch wenn du es nicht bemerkt hast.
Beispiel: 1.500 € netto, 780 € Fixkosten und 560 € variable Ausgaben ergeben einen Überschuss von 160 €. Wären die variablen Ausgaben 760 € gewesen, hätte der Monat mit einem Defizit von 40 € geendet.
Schau dir auch dein frei verfügbares Einkommen an: was nach Wohnen, Essen und anderen Notwendigkeiten übrig bleibt. Über dieses Geld entscheidest du frei, und daraus entsteht deine Sparquote.
5. Gib dem Überschuss ein Ziel
Ein Überschuss, der auf dem Girokonto liegen bleibt, wird ausgegeben. Gib ihm direkt am Monatsende eine Aufgabe:
- Ein Notgroschen, bis er drei bis sechs Monate an notwendigen Ausgaben abdeckt.
- Kurzfristige Ziele wie Urlaub, eine Weiterbildung oder ein neues Auto.
- Langfristige Ziele wie die Altersvorsorge oder Eigenkapital für eine Wohnung.
- Teure Schulden tilgen, etwa einen Kreditkartensaldo.
Jeden Monat wiederholen
Ein einzelner Monat täuscht: Mal kommen Geschenke, Versicherungen oder Reparaturen dazu. Nach drei Monaten erkennst du Muster, und ab dann ergibt ein Budget Sinn.
In FinanceFlow erledigt das schon der kostenlose Tarif: Du ordnest Einnahmen und Ausgaben Kategorien zu, markierst Fixkosten als wiederkehrend, und das Dashboard zeigt den Monatssaldo und deine größten Ausgabenkategorien. In den bezahlten Tarifen fotografierst du außerdem einen Beleg, und die App füllt die Daten für dich aus.